Die Spiegelung der Bronchien

BronchoskopBronchoskope sind aus der heutigen Medizinwelt nicht mehr wegzudenken. Sie werden zur Spiegelung der Bronchien und für anschließende therapeutische Maßnahmen eingesetzt. Man unterscheidet zwei Arten der Bronchoskopie, nämliche die starre und die flexible Bronchoskopie.

Der Vorteil der starren Bronchoskopie ist, dass man einen wesentlich größeren Arbeits- und Instrumentenkanal zur Verfügung hat. Jedoch kann diese Art der Bronchoskopie nur bei Vollnarkose durchgeführt werden und birgt auch ein großes Verletzungsrisiko. Bis auf einige wenige Ausnahmen hat das flexible Bronchoskop die „starre“ Variante abgelöst, da damit die meisten Aufgaben schneller und für den Patienten schonender vonstatten gehen können.



Heutige Bronchoskope haben nur noch einen Durchmesser von 2-3 Millimetern und können so viel tiefer eingeführt und auch bei Kleinkindern angewendet werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Patient bei der Bronchoskopie nun wach oder nur leicht sediert sein kann.

Der Einsatz dieser Instrumente ist sehr vielfältig. Zum Einen können damit Lungentumore festgestellt werden, eine Biopsie vorgenommen oder eine lokale Behandlungsmethode geplant werden. Im therapeutischen Einsatz verwendet man Bronchoskope zum Beispiel zum Absaugen eines Schleimpfropfes aus den Bronchien oder zur Lagekorrektur des Beatmungsschlauches.